Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi |
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Karen Blixen Museum Für jeden, der sich für Karen Blixens Buch "Jenseits von Afrika" oder den darauf basierenden Film interessiert, ist dieses Museum ein Muss. Die Autorin lebte von 1914 bis 1931 auf einer Kaffeepflanzung in einem Haus mit dem Namen Bogani. Dieses Gebiet ist jetzt zum modernen Vorort Karen an den Ausläufern von Nairobi erschlossen worden. Das Haus ist heute ein Nationalmuseum und wird für Besucher in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Diejenigen, die das Buch gelesen oder den Film gesehen haben (der hier vor Ort gedreht wurde), werden das Haus mit seinem ausgedehnten tropischen Garten und Ausblicken auf die nahe gelegenen Ngong Berge erkennen. Es wurde versucht, alle Räume des Hauses in ihrem ursprünglichen Stil zu dekorieren. Das Haus selbst ist mit einer Mischung aus Originalgegenständen und Requisiten der Filmproduktion 1985 ausgestattet. Die Außenanlagen enthalten Darstellungen der landwirtschaftlichen Ausrüstung der Plantage. Das Museum verfügt über ausgezeichnet ausgebildete Mitarbeiter, die sich in der Geschichte des Hauses und dem Leben Karen Blixens ausgezeichnet auskennen. Sie stehen zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und persönliche Führungen durchzuführen. Das Museum ist von Nairobi aus mit Taxi oder Bus leicht erreichbar. Nationalmuseum Nairobi Das kürzlich renovierte Nationalmuseum Nairobi ist ein guter Ort, mehr über Geschichte und Kultur Kenias zu erfahren. Der Bau des heutigen Standorts Museum Hill begann 1929, nachdem die Regierung Land dafür zur Verfügung stellte. Das Museum wurde offiziell am 22. September 1930 eröffnet und zu Ehren von Sir Robert Coryndon, einem früheren Gouverneur Kenias und einem aufrechten Anhänger der Uganda Natural Society Coryndon Museum genannt. Mit der Eröffnung des Museums brachte die Gesellschaft ihre umfangreiche Bibliothek im Museumskomplex unter. Ein Teil dieser Sammlung bildete den Grundstock für das, was heute das Herbarium ist. In den frühen vierziger und fünfziger Jahren rief der verstorbene Dr. Louis Leakey öffentlich zu Spenden auf, um die Galerien des Museums zu erweitern. Das Ergebnis war der Bau sämtlicher heutiger Galerien rechts vom Haupteingang. Diese wurden zu Ehren der Mitglieder der Gemeinde Nairobis benannt, die ihre Beiträge zum Bau leisteten. Heute findet man unter anderem die Mahatma Gandhi Halle und die Aga Khan und die Churchill Galerie. In den frühen sechziger Jahren wurde der Nairobi Snake Park errichtet, um die Öffentlichkeit über Schlangen und die in Kenia vorkommenden Reptilien zu informieren. Der Snake Park ist weiterhin eine große Attraktion im Museum. 1964 änderte das Coryndon Museum seinen Namen in National Museums of Kenya. Ab 1969 erweiterte das Museum seine Dienstleistungen und Vermögenswerte über Nairobi hinaus und gründete Museen in Kitale, Meru, Kisumu, Lamu und Fort Jesus in Mombasa. Zusätzlich dazu ist auch das Institute of Primate Research (Institut für Primatenforschung) eng mit dem Museum verbunden. Jedes dieser regionalen Museen hat seine eigene Identität und entwickelt seine eigenen Programme. Sie werden vom Amt des Director for Regional Museums, Sites & Monuments (Leiter für Regionalmuseen, Sehenswürdigkeiten und Denkmale) geleitet. Nach 1969 wuchsen die Museen und veränderten sich. Das Leakey Memorial Gebäude wurde 1976 eröffnet und beherbergt die Abteilungen Verwaltung, Archäologie und Paläontologie. Das Gebäude umfasst auch einen Hörsaal mit etwa 300 Sitzplätzen, der unterschiedlichen Veranstaltungen des Museums dient. Forschungs- und Entwicklungsprogramme wurden ebenfalls während dieses Zeitraums entwickelt und initiiert. Diese beinhalteten die Zusammenarbeit mit der Universität Nairobi und dem Institut für afrikanische Studien, die sich auf Ethnographie und kulturelle Anthropologie spezialisieren. Die Bildungsabteilung hat Programme für Tausende von Schulkindern initiiert, die das Museum jedes Jahr besuchen. Die Gussabteilung verkauft Abgüsse von wichtigen fossilen Entdeckungen an Museen auf der ganzen Welt, sowohl zu Studien- als auch zu Ausstellungszwecken. Sheldrick Elephant Orphanage (Elefantenwaisenhaus) Das Sheldrick Elephant Orphanage liegt nahe dem Nairobi Nationalpark. Dieses Waisenhaus für Elefantenkälber und Nashörner aus ganz Kenia wurde von Daphne Sheldrick gegründet, der Witwe eines der bekanntesten Wildhüter Kenias, David Sheldrick. Sie leitet es noch heute. David Sheldrick stand im Zentrum der Kriege mit Elfenbeinwilderern im Tsavo Nationalpark in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Heute ist das Sheldrick-Waisenhaus der Brennpunkt für Elefantenschutz. Elefantenkälber, die durch Wilderei verwaisen, werden aus dem ganzen Land hierher gebracht. Sie erhalten hier eine hoch spezialisierte Behandlung und echte rund-um-die-Uhr Pflege von den engagierten Mitarbeitern, die zu Ersatzmüttern für die Kälber werden. Die Kälber werden schließlich nach Tsavo gebracht, wo Sie vorsichtig wieder in die wilden Herden eingegliedert werden. Das Zentrum ist jeden Tag von 11 bis 12 Uhr für Publikum geöffnet. Zu dieser Zeit werden die Elefanten spazieren geführt und gebadet, die Besucher dürfen zuschauen. Es ist ein auch ein Zentrum für allgemeine Informationen über Elefanten und ihren Schutz. Das Giraffe Center Das Giraffenzentrum des AFEW (African Fund for Endangered Wildlife – Afrikanische Stiftung für gefährdete Wildtiere) befindet sich in Langata, direkt außerhalb von Nairobi. Das Zentrum wurde als Zuchtzentrum für die gefährdete Rothschildgiraffe errichtet, bietet heute aber Bildungsprogramme für kenianische Schulkinder an. Hier gibt es viele gute Informationen über Giraffen und eine erhöhte Fütterungsplattform, auf der die Besucher den dort lebenden Giraffen von Angesicht zu Angesicht begegnen können. Das Füttern der Giraffen von Hand ist eine Erfahrung an und für sich. Sie sehen ganz aus der Nähe, wie sie ihre langen, zum Greifen geeigneten Zungen verwenden, um die Blätter von stachligen Akazienzweigen zu entfernen. Das AFEW-Zentrum umfasst auch Giraffe Manor, ein wunderbar erhaltenes Kolonialhaus, das heute ein exklusives Gästehaus ist. Die Giraffenpopulation des Zentrums wandert frei durch die üppigen Gärten. Manchmal kommen die Tiere zum Haus selbst und stecken den Kopf durch die Fenstertüren, um den Frühstückstisch zu untersuchen. |