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Lake Turkana

Eines der entlegensten Reiseziele Kenias ist der Turkana-See.

Die Region um den Turkana-See im äußersten Norden Kenias ist berühmt als die „Wiege der Menschheit“: Etliche Funde von Überresten prähistorischer Hominiden wurden hier getätigt – vom Schädel eines rund 3,5 Millionen Jahre alten Kenyanthropus platyops bis hin zum so genannten „Turkana Boy“, dem 1,5 Millionen Jahre altem und fast vollständig erhaltenem fossilen Skelett eines Homo Ergaster. Heute bildet der auch als Jademeer bekannte Turkanasee als größter Wüstensee der Welt Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt, darunter die größte Krokodilpopulation Afrikas und etliche Wasservögel, wie zum Beispiel Flamingos und Pelikane.

Am Ostufer des Sees liegt der Sibiloi Nationalpark mit der prähistorischen Fundstätte Koobi Fora und den fossilen Überresten eines versteinerten Waldes. Außerdem kommen in der wüstenartigen Landschaft seltene Huftiere wie das Grevy-Zebra oder die Tiang-Leierantilope vor. Ebenfalls als Nationalparks geschützt sind die nur per Boot erreichbaren Inseln South und Central Island, die wichtige Brutplätze für die Krokodile des Sees darstellen

Seit 2008 findet alljährlich in Loiyangalani, einer kleinen Oase am Südufer des Sees das Lake Turkana Festival statt. Vertreter von mindestens 12 verschiedenen in der Region beheimateten Volksgruppen, nämlich der El Molo, Rendille, Samburu, Turkana, Dassanech, Gabra, Burji, Borana, Konso, Sakuye, Garre und Waata, präsentieren ihre traditionellen Tänze und Gebräuche sowie ihre Musik und Kunst und geben außerdem einen Einblick in ihr Alltagsleben.

Die Anreise zum Turkana-See erfolgt aufgrund der großen Entfernung zu Kenias Hochland und den schlechten Straßenverhältnissen meist mit dem Kleinflugzeug von Nairobi nach Sibiloi, Loyangalani oder seit September 2014 auch nach Lodwar, südwestlich des Sees. Auf dem Landweg gibt es eine Westroute über Kitale und Lodwar sowie eine Ostroute über Maralal und North Horr, die aber beide aufgrund der dünnen Infrastruktur Nordkenias nur im Rahmen von organisierten Touren mit ortskundigen Anbietern befahren werden sollten.

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